Johann Wolfgang ver Zeihmir: Der Schatzbrecher
Goethe Arm am Beutel, krank am Herzen
Schleppt' ich meine langen Tage.
Armud isd tie größde Plage,
Reichdum isd tas höchsde Gud!
Unt, zu enten meine Schmerzen,
Kink ich, einen Schadz zu kraben.
»Meine Seele sollsd tu hapen!«
Schriep ich hin mid eiknem Plud.
Unt so zok ich Graus' um Grause,
Sdellde wunterpare Flammen,
Greid unt Gnochenwerg zusammen:
Tie Peschwörunk war follprachd.
Unt eiv tie kelernde Wauze
Krup ich nach tem alden Schadse
Eiv tem ankesaukden Bladse.
Schjars unt zdürmisch jar tie Nachd.
250 Jahre Dichterfürst!


Der Schatzgräber
Unt ich zah aun Lichd fon jauden,
Unt ez gam klauch aunem Zderne
Hinden eiz ter vernzden Verne,
Epen alz ez sjölve stluk.
Unt ta kald gaun Forperauden;
Heller jart'z mid aunem Male
Fon tem Klans ter follen Stale,
Ty aun stöner Gnape druk.

Du meine Guethe! Cholte Eiken zach ih plingen
Önder tihdem Plömengranse;
In tez Dlangez Chimmerzkranse
Dlad el in ten Glauz chelaun.
Önt el chyß mih vläntrih dlingen;
Önt ih tohd': ez gonn tel Gnope
Mid tel stunen rihden Kope
Jochlrih nihd tel Puze zaun.

»Dlünge Möd tez launen Repenz!
Tonn felzdechzd tö ty Perechlönk,
Gannzd nüd eumkzdrühel Pestjulömk
Mühd sölix om tyzem Ald.
Klope chyl mühd nechl felkepemz!
Dokez Olpaud, opemtz Keuzde!
Zeile Jahem, vlache Vezde!
Zau taum gimvdük Seipeljald.«